Aktualisierungen der Fachinformation

Eine neue Formulierung von COMIRNATY® 3 µg 6 Monate – 4 Jahre Konzentrat (rotbraune Kappe) wurde zugelassen.

COMIRNATY® 3 µg 6 Monate – 4 Jahre Konzentrat wird zur aktiven Immunisierung bei Säuglingen und Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 durch SARS-CoV-2 angewendet.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Fachinformation für COMIRNATY® 3 µg 6 Monate – 4 Jahre Konzentrat (rotbraune Kappe).

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Zusammenfassung des Sicherheitsprofils von COMIRNATY®, COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung und COMIRNATY® Original/Omicron BA.4–5 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung für Teilnehmer ab 12 Jahren

Formulierung COMIRNATY® 30 µg 12+ Jahre Konzentrat und COMIRNATY® 30 µg 12+ Jahre Fertiglösung

In Studie 2 erhielten insgesamt 22.026 Teilnehmer ab 16 Jahren mindestens 1 Dosis COMIRNATY® und insgesamt 22.021 Teilnehmer ab 16 Jahren erhielten Placebo (darunter 138 und 145 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren in der Impfstoff- bzw. Placebogruppe). Insgesamt 20.519 Teilnehmer ab 16 Jahren erhielten 2 Dosen COMIRNATY®.

 

Zum Zeitpunkt der Analyse von Studie 2 mit einem Datenstichtag zum 13. März 2021 für den placebokontrollierten verblindeten Nachbeobachtungszeitraum bis zum Entblindungsdatum der Teilnehmer wurden insgesamt 25.651 (58,2 %) Teilnehmer (13.031 COMIRNATY® und 12.620 Placebo) ab 16 Jahren nach der 2. Dosis ≥ 4 Monate nachbeobachtet. Darunter waren insgesamt 15.111 (7.704 COMIRNATY® und 7.407 Placebo) Teilnehmer im Alter von 16 bis 55 Jahren und insgesamt 10.540 (5.327 COMIRNATY® und 5.213 Placebo) Teilnehmer ab 56 Jahren.

 

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Teilnehmern ab 16 Jahren, die 2 Dosen erhielten, waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 80 %), Ermüdung (> 60 %), Kopfschmerzen (> 50 %), Myalgie (> 40 %), Schüttelfrost (> 30 %), Arthralgie (> 20 %), Fieber und Schwellung an der Injektionsstelle (> 10 %), die normalerweise von leichter oder mäßiger Intensität waren und innerhalb weniger Tage nach der Impfung abklangen. Eine etwas geringere Häufigkeit von Reaktogenitätsereignissen war mit einem höheren Alter verbunden.

 

Das Sicherheitsprofil bei 545 Teilnehmern ab 16 Jahren, die COMIRNATY® erhielten und zu Studienbeginn seropositiv auf SARS-CoV-2 waren, war ähnlich wie in der Allgemeinbevölkerung.

In einer Analyse der langfristigen Sicherheitsnachbeobachtung in Studie 2 waren 2.260 Jugendliche (1.131 COMIRNATY® und 1.129 Placebo) 12 bis 15 Jahre alt. Davon wurden 1.559 Jugendliche (786 COMIRNATY® und 773 Placebo) nach der 2. COMIRNATY® Dosis für ≥ 4 Monate lang beobachtet. Die Sicherheitsbewertung in Studie 2 wird fortgeführt.

 

Das Gesamtsicherheitsprofil von COMIRNATY® bei Teilnehmern im Alter von 5 bis 15 Jahren war ähnlich wie bei Teilnehmern ab 16 Jahren.Die häufigsten Nebenwirkungen bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren, die 2 Dosen erhielten, waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 90 %), Ermüdung und Kopfschmerzen (> 70 %), Myalgie und Schüttelfrost (> 40 %), Arthralgie und Fieber (> 20 %).

Eine Untergruppe von 306 Erwachsenen im Alter von 18 bis 55 Jahren aus der Phase 2/3 der Studie 2, die den ursprünglichen COMIRNATY® Zyklus mit 2 Dosen abgeschlossen hatten, erhielt eine Auffrischungsdosis von COMIRNATY® etwa 6 Monate (Bereich von 4,8 bis 8,0 Monaten) nach Erhalt der 2. Dosis. 

 

Das Gesamtsicherheitsprofil für die Auffrischungsdosis war ähnlich wie das nach 2 Dosen. Die häufigsten Nebenwirkungen bei den Teilnehmern im Alter von 18 bis 55 Jahren waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 80 %), Ermüdung (> 60 %), Kopfschmerzen (> 40 %), Myalgie (> 30 %), Schüttelfrost und Arthralgie (> 20 %). 

 

In Studie 4, einer placebokontrollierten Auffrischungsstudie, erhielten Teilnehmer ab 16 Jahren, die aus Studie 2 rekrutiert wurden, mindestens 6 Monate nach der 2. COMIRNATY® Dosis eine Auffrischungsdosis von COMIRNATY® (5.081 Teilnehmer) oder Placebo (5.044 Teilnehmer). Insgesamt hatten die Teilnehmer, die eine Auffrischungsdosis erhielten, eine mediane Nachbeobachtungszeit von 2,5 Monaten nach der Auffrischungsdosis bis zum Stichtag (5. Oktober 2021). Es wurden keine neuen Nebenwirkungen von COMIRNATY® festgestellt. 

In 5 unabhängigen Studien zur Anwendung einer COMIRNATY® Auffrischungsdosis bei Personen, die die primäre Impfung mit einem anderen zugelassenen COVID-19-Impfstoff (heterologe Auffrischungsdosis) abgeschlossen hatten, wurden keine neuen Sicherheitsbedenken festgestellt.

Formulierungen COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung und COMIRNATY® Original/Omicron BA.4–5 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung

COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung

 

Teilnehmer über 55 Jahre – nach einer Auffrischungsimpfung mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung (vierte Dosis)

In einer Untergruppe der Studie 4 (Phase 3) erhielten 305 Erwachsene über 55 Jahre, die bereits 3 Dosen COMIRNATY® bekamen, eine Auffrischungsimpfung (vierte Dosis) mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung 4,7 bis 11,5 Monate nach Erhalt der dritten Dosis. Teilnehmer, die eine Auffrischungsimpfung (vierte Dosis) mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung erhielten, hatten eine mediane Nachbeobachtungszeit von mindestens 1,7 Monaten.

 

Das allgemeine Sicherheitsprofil für die Auffrischimpfung mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung (vierte Dosis) war ähnlich wie das nach der Auffrischimpfung mit COMIRNATY® (dritte Dosis). Die häufigsten Nebenwirkungen bei Teilnehmern über 55 Jahre waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 50 %), Ermüdung (> 40 %), Kopfschmerzen (> 30 %), Myalgie (> 20 %), Schüttelfrost und Arthralgie (> 10 %). Für COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung wurden keine neuen Nebenwirkungen festgestellt.

 

Die Sicherheit einer Auffrischimpfung mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung bei Personen im Alter von 18 bis ≤ 55 Jahren wurde aus Sicherheitsdaten einer Untergruppe von 315 Erwachsenen im Alter von 18 bis ≤ 55 Jahren extrapoliert, die eine Auffrischungsimpfung (vierte Dosis) von Omicron BA.1 30 µg (monovalent) nach Abschluss von 3 Dosen COMIRNATY® erhalten hatten. Die häufigsten Nebenwirkungen bei diesen Teilnehmern im Alter von 18 bis ≤ 55 Jahren waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 70 %), Ermüdung (> 60 %), Kopfschmerzen (> 40 %), Myalgie (> 30 %), Schüttelfrost (> 30 %) und Arthralgie (> 20 %).

 

COMIRNATY® Original/Omicron BA.4–5 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung

 

Die Sicherheit der Auffrischungsimpfung mit COMIRNATY® Original/Omicron BA.4–5 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung wird aus Sicherheitsdaten einer Auffrischungsimpfung mit einem an Omicron BA.1 angepassten Impfstoff und einer Auffrischungsimpfung mit COMIRNATY® Original abgeleitet.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit COMIRNATY® und COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung und Erfahrungen mit COMIRNATY® nach der Zulassung bei Personen ab 12 Jahren

 

Nebenwirkungen, die während klinischer Studien beobachtet wurden, sind unten entsprechend folgender Häufigkeitskategorien aufgeführt:

 

Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100, < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), Sehr selten (< 1/10.000), Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Nebenwirkungen von COMIRNATY® und COMIRNATY® Original/Omicron BA.1 15/15 μg 12+ Jahre Fertiglösung aus klinischen Studien und Erfahrungen mit COMIRNATY® nach der Zulassung bei Personen ab 12 Jahren
Systemorganklasse Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr Selten
(< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems     Lymphadenopathiea      
Erkrankungen des Immunsystems     Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Ausschlag, Pruritis, Urtikariab, Angioödemb)     Anaphylaxie
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen   Verminderter Appetit      
Psychiatrische Erkrankungen     Schlaflosigkeit      
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen   Lethargie Akute periphere
Fazialisparesec
  Parästesied;
Hypoästhesied
Herzerkrankungen         Myokarditisd;
Perikarditisd
 
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Diarrhöd Übelkeit; Erbrechend        
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes     Hyperhidrose;
nächtliche Schweißausbrüche
     
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Arthralgie; Myalgie   Schmerzen in den Extremitätene      
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Schmerzen an der Injektionsstelle;
Ermüdung; 
Schüttelfrost;
Fieberf;
Schwellung an der Injektionsstelle
Rötung an der Injektionsstelle Asthenie;
Unwohlsein;
Jucken an der Injektionsstelle
   

Ausgedehnte Schwellung der geimpften Gliedmaßed; Anschwellen des Gesichtsg

a. Bei Teilnehmern, die eine Auffrischungsdosis (3. Dosis) in Studie 4 erhielten, wurde eine höhere Häufigkeit von Lymphadenopathie (2,8 % gegenüber 0,4 %) beobachtet als bei Teilnehmern, die 2 Dosen erhielten.

b. Die Häufigkeitskategorie für Urtikaria und Angioödem war „Selten“.
c. Während des Verträglichkeitsnachbeobachtungszeitraums der klinischen Studie bis zum 14. November 2020 wurde von 4 Teilnehmern in der COVID-19-mRNA-Impfstoffgruppe eine akute periphere Fazialisparese (oder Gesichtslähmung) berichtet. Der Beginn war am Tag 37 nach Dosis 1 (der Teilnehmer erhielt keine Dosis 2) und an den Tagen 3, 9 und 48 nach Dosis 2. In der Placebogruppe wurden keine Fälle von akuter peripherer Fazialisparese (oder Gesichtslähmung) berichtet.
d. Nach der Zulassung erfasste Nebenwirkung.
e. Bezieht sich auf den geimpften Arm.
f. Nach der 2. Dosis wurde im Vergleich zur 1. Dosis eine höhere Häufigkeit von Fieber beobachtet.
g. Bei zu imfpenden Personen mit Injektionen dermatologischer Filler in der Anamnese wurde in der Phase nach der Markteinführung eine Schwellung des Gesichts beobachtet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Myokarditis und Perikarditis

Das erhöhte Risiko einer Myokarditis nach der Impfung mit COMIRNATY® ist bei jüngeren Männern am höchsten.

 

In zwei großen europäischen pharmako-epidemiologischen Studien wurde das erhöhte Risiko bei jüngeren Männern nach der zweiten Dosis von COMIRNATY® abgeschätzt. Eine Studie zeigte, dass in einem Zeitraum von 7 Tagen nach der zweiten Dosis etwa 0,265 (95 %-KI: 0,255–0,275) zusätzliche Fälle von Myokarditis bei 12- bis 29-jährigen Männern pro 10.000 Personen im Vergleich zu nicht exponierten Personen auftraten. In einer anderen Studie wurden in einem Zeitraum von 28 Tagen nach der zweiten Dosis 0,56 (95 %-KI: 0,37–0,74) zusätzliche Fälle von Myokarditis bei 16- bis 24-jährigen Männern pro 10.000 Personen im Vergleich zu nicht exponierten Personen festgestellt.

 

Begrenzte Daten weisen darauf hin, dass das Risiko einer Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung mit COMIRNATY® bei Kindern von 5 bis 11 Jahren geringer zu sein scheint als bei Kindern von 12 bis 17 Jahren.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung des Arzneimittels ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel Paul-Ehrlich-Institut anzuzeigen und, soweit verfügbar, die Chargennummer anzugeben.

Überdosierung

Es liegen Daten zur Überdosierung von 52 Studienteilnehmern der klinischen Studie vor, die aufgrund eines Verdünnungsfehlers 58 µg COMIRNATY® erhielten. Die Geimpften berichteten nicht über eine Zunahme der Reaktogenität oder unerwünschte Reaktionen.

Im Falle einer Überdosierung werden eine Überwachung der Vitalfunktionen und eine mögliche symptomatische Behandlung empfohlen.